Mittelfingermittwoch…

Endlich liege ich im Bett. Die wichtigsten Dinge hätte ich gern erledigt: Anziehsachen heraus legen, Frühstück vorbereiten und den Tisch decken, doch das Töchterlein lässt mich nicht gehen.

Eigentlich möchte ich schlafen. Lange schlafen und nicht mehr aufwachen müssen. Doch meine Gefühlswelt lässt mich nicht einschlafen. Den heutigen Tag kann ich absolut als Mittelfingermittwoch verbuchen:

Mittwochs ist bei uns immer viel los: Nach der Kita geht es direkt zur Logopädie und im Anschluss daran zur Krankengymnastik. Mein Großer hat heute – mehr als gewöhnlich – zum Ausdruck gebracht, dass er darauf überhaupt keine Lust hat. Ich auch nicht. Das habe ich ihm auch ehrlich gesagt: „Ich würde auch viel lieber mit euch nach Hause gehen und es uns gemütlich machen! „. Ja, aber warum machen wir das dann nicht? Gute Frage… Weil es zu spät ist, um die Termine abzusagen? Weil wir das Problem nur verschieben? Immerhin würden wir nächste Woche wohl genauso wenig Lust haben… Und danach die Woche und darauf die Woche…

Auch mein mittlerer Sohn hat es heute nicht einfach. Schon auf dem Weg zur Logopädie klagt er über Beinschmerzen, die mit voranschreitender Zeit immer schlimmer werden, sodass er letztlich unter Tränen mit einem Schmerzzäpfchen eingeschlafen ist.

Auch das Töchterlein – wie sollte es anders sein – hat heute keinen guten Tag. Obwohl sie heute Morgen gut ausgeschlafen war, fand sie bereits die erste Autofahrt ziemlich doof und natürlich waren die anderen drei Fahrten von jeweils 20 Minuten ebenso doof, was sie klarerweise auf ihre Art zum Ausdruck gebracht hat. Auch alles andere fand sie heute ziemlich doof.

Also habe ich den Nachmittag heute mit drei schlecht gelaunten, erschöpften Kindern verbracht und bin von einem zum nächsten Termin gehetzt.

Ich bin an meine Grenzen gekommen. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich wollte nur ein paar Minuten alleine haben, in Ruhe meinen Kaffee trinken.

Doch statt Erholung und Familienzeit krachte es dann noch so richtig zwischen meinem Mann und mir. So richtig passend zum Mittelfingermittwoch eben.

Auch die Tatsache, dass ich all das schon zum zweiten Mal schreibe, passt zum besagten Tag. Denn ich hatte all die Zeilen schon fertig, doch durch eine unglückliche Bewegung aus Versehen wieder alles gelöscht und es ließ sich nicht wiederherstellen.

Nun liege ich also nach diesem reichlich bescheidenen Tag im Bett, mit einer unbeschreiblichen Anspannung, gegen die ich gern etwas tun würde. Aber irgendwie eben auch nicht…

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